Die Veringhöfe liegen am Rande des südlichen Reiherstiegviertels, einem seit 2006 förmlich festgelegten Sanierungsgebiet (2006–2015) mit einer Gesamtgröße von ca. 60 ha.

Das klassische Arbeiterviertel entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Zuge der Industrialisierung und der Einrichtung des Freihafens auf dem nördlich angrenzenden Hamburger Stadtgebiet.
Das Quartier ist geprägt durch eine städtebaulich und funktional heterogene Struktur, dabei grenzt eine Gründerzeitbebauung im nördlichen Teil an Reihenhauszeilen aus den 30er- bzw. 50er-Jahren. Es verfügt z.T. über sehr attraktive Bausubstanz (mit hohem Modernisierungsbedarf) und über ein günstiges Mietniveau. Es ist mit den über 40 Nationen, die hier leben, eines der lebendigsten Quartiere Wilhelmsburgs.
Auf diesem Gelände der Veringhöfe befanden sich von 1913 bis 1972 Fabrikationsstätten der Asbest- und Gummiwerke Merkel KG. 1996 gab das Unternehmen die Firmenverwaltung am Standort endgültig auf. Die erhaltenswerten historischen Gebäude der Veringhöfe Nord, die im Rahmen der IBA Hamburg zu einem interdisziplinären Zentrum für Künstler und Kreative entwickelt werden sollen, wurden zwischen den 1930er und 1960er Jahren errichtet.
Nach der Abwanderung des Industrieunternehmens in den 1970er Jahren erlebte das Gebäude wechselvolle Nutzungen, wie z.B. als türkischer Hochzeitssaal, russischer Club, Fahrschule und Autowerkstatt.
Das Kanalgebäude gliedert sich in zwei 1937 bzw. 1954 errichtete Gebäude. Sie verfügen, abgesehen vom Aufzugskopf, über drei Geschosse. Der Nord-Gebäudekomplex wurde zwischen 1959–1975 errichtet und verfügt, abgesehen vom Aufzugskopf und der Teilunterkellerung, über vier Geschosse.
Die Objekte beherbergten Fabrikationsstätten und zuletzt Büros des Industrieunternehmens. Nord- und Kanalgebäude verfügen über eine Stahlskelettkonstruktion, die innen variabel ist. Die IBA setzt eine energetische Sanierung (EnEV-50%) der Hülle um und die Sprinkenhof AG in Abstimmung mit den zukünftigen Nutzern einen einfachen Innenausbau, um für Künstler und Kreative ein erschwingliches Mietniveau halten zu können.
Das Gelände befindet sich im Besitz der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Gebäude werden von der Sprinkenhof AG verwaltet. Mit der selbst verwalteten Betreibergesellschaft des neuen Kunst- und Kreativzentrums in den Veringhöfen wird ein Mietvertrag über 30 Jahre geschlossen, um nutzerfreundliche Produktionsbedingungen und langfristige Perspektiven als Grundvoraussetzungen für eine lebendige Kunst- und Kulturszene herzustellen.