Im Jahr 2007 erwarb die Freie und Hansestadt Hamburg auf Impuls der IBA die sich bis dahin in Privatbesitz befindlichen Veringhöfe, um den Weg zur Entwicklung einer Themenimmobilie „Kreatives Zentrum Veringhöfe“ zu ebnen, die als modellhaftes Projekt sowohl für die Kunst als auch für die Kreativwirtschaft entwickelt werden sollte. Dabei war von Beginn an vorgesehen, die künftigen Nutzer in den Entwicklungsprozess einzubinden.
Im ersten Schritt lud die IBA am 5. November 2009 zu einem Workshop ein, bei dem potenzielle Endnutzer, Projektentwickler oder Vertreter aus Verwaltung und vernetzenden und beratenden Institutionen mögliche Ansätze eines ganzheitlichen Kultur- und kreativwirtschaftlichen Betreiber- und Nutzungskonzeptes diskutieren und anschließend fortentwickeln sollten.
An den Workshop schloss sich ein Auswahlverfahren, bei dem insgesamt elf Projektskizzen eingereicht wurden. Im Mai 2009 wurden die Projektentwickler conecco UG und STATTBAU Hamburg GmbH beauftragt, um eine nutzerorientierte Betriebs- und Nutzungs-Konzeptentwicklung umzusetzen.
Ziel des Projektes ist es, innovative Aneignungs- und Beteiligungsprozesse von Kunst und Kultur in Stadtteilentwicklungsprozessen umzusetzen. Das Besondere an dem Entwicklungsprozess der Veringhöfe ist es, dass die Projektentwickler auf Grundlage eines internationalen, interdisziplinären und mit dem Stadtteil Wilhelmsburg verbundenen Profils eine Gemeinschaftsbildung von Künstlern und Kreativen initiieren und durch professionelle Organisationsentwicklung eine
betriebswirtschaftliche stabile Selbstorganisation der Nutzer institutionalisieren. Modellhaft entsteht so ein neues Kunst- und Kreativzentrum an einem Ort, der einer prozessbegleitenden Projektentwicklung bedarf – wo sich andernorts auch ohne äußeren Zutuns neue Zentren bilden (wie z.B. im Gängeviertel, in der Neuen großen Bergstraße etc.).